Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

7 Hypnose-Tipps für deinen optimalen Trance-Genuss

Bist du erfahrener Hypnotisand (Hypnose-Empfänger), oder probierst du dich noch aus? Möchtest du als Hypnotiseur*in deine Trance-Partner auf Erfolgskurs führen?

Wir haben 7 Tipps für dich zusammengestellt, die du sowohl für deinen eigenen Trance-Genuss nutzen, als auch in der aktiven Hypnose anwenden kannst. Als Hypnotiseur*in kannst du diese Punkte im Vorgespräch anbringen, als Suggestionen innerhalb der Hypnose formulieren, oder beim Trouble-Shooting durchgehen, um deinen und euren Spaß an Erotischer Hypnose noch mehr zu vertiefen.

1. Ja, du bist in Trance!

Hypnose kann sich für verschiedene Menschen unterschiedlich anfühlen. Körperliche Entspannung ist dazu nicht unbedingt notwendig, wird aber zu Beginn einer Hypnose oft durch entsprechende Suggestionen erzeugt. Diese Entspannung kann sich anfühlen wie eine Schwere, oder wie zu schweben. In die Inhalte der Hypnose bist du dabei wie in ein spannendes Buch oder in einen Tagtraum versunken, die Wahrnehmung der Umwelt tritt in den Hintergrund.

Grundsätzlich ist das Gefühl innerhalb einer Hypnose eine recht individuelle Angelegenheit. Mach dir also keine Sorgen, falls deine Trance sich anders anfühlt als eine Beschreibung, die du von anderen hörst, oder wenn sich dein Erleben je nach Tagesform verändert. Und da Trance ein ganz natürlicher Zustand ist, in den du täglich eintauchst, ohne darüber nachzudenken, merkst du vielleicht zunächst gar nicht, dass du gerade in Trance bist. Für die Wirksamkeit der Hypnose ist das auch gar nicht notwendig zu wissen – wenn du fokussiert einer Hypnose lauschst und den Suggestionen folgst, passiert alles, was wichtig ist, ganz von allein.

Solltest du bemerken, dass du darüber ins Grübeln kommst, ob du in Trance bist, oder ob du alles richtig machst, lass diesen Gedanken sanft ziehen und fokussiere dich wieder zurück auf die Inhalte der Hypnose.

2. Der innere Kommentator

Auch jenseits der Frage, ob du gerade in Trance bist oder nicht, erleben manche Menschen in Hypnose einen inneren Kommentator: Gedanken, die beschreiben, was gerade geschieht und das Erleben in Zusammenhang mit dem setzen, was du bereits kennst und weisst. Das ist ganz natürlich, und ein Versuch, diesen Gedankenstrom zu unterdrücken, macht ihn meist nur noch präsenter. 

7 Hypnose-Tipps für deinen optimalen Trance-Genuss weiterlesen
Veröffentlicht am 2 Kommentare

In 7 Schritten zum Hands Free Orgasm (HFO)

Diesen Artikel zu schreiben ist mir nicht leicht gefallen. Nicht nur, weil das Thema “Handfreier Orgasmus” komplex ist, sondern weil ich beim Nachdenken darüber, wie ich die verschiedenen Techniken am besten erklären kann, dermaßen oft versehentlich gekommen bin, dass ich mehrere Zwangspausen einlegen musste. Mein Hirn fickt sich fröhlich selbst! Es ist schon ein hartes Los, für die Wissenschaft zu leiden.

Allein Kraft meiner schmutzigen Gedanken zum Orgasmus zu kommen, ist mir allerdings nicht immer so leicht gefallen. Manchen Menschen ist ein Talent für Handfreie Orgasmen quasi in die Wiege gelegt. Ich selbst gehöre nicht dazu. Bis erstmals ein hypnotischer Orgasmus-Trigger bei mir funktionierte, dauerte es zwei Jahre, während derer ich diverse Techniken ausprobiert und verschiedene Hypnotiseure verschlissen habe.

Damals gab es noch keine Informationen zur Erotischen Hypnose oder zum “Hands Free Orgasm” im Internet zu finden, und bis heute habe ich keine HFO-Anleitung auf Deutsch gefunden, die über “Entspanne dich und lass dich auf das passende Hypnose-File ein” hinausgeht. Dabei gibt es durchaus einige Tipps und Techniken, die ich gern gewusst hätte, als ich vor vielen Jahren angefangen habe, mich mit dem Thema zu beschäftigen.

In 7 Schritten zum Hands Free Orgasm (HFO) weiterlesen
Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Erotische Hypnose Podcast

Von aller Öffentlichkeitsarbeit, die ich seit Jahren zu den Themen leiste, die mich bewegen, sind Radio und Podcast meine liebsten Medien: Das gesprochene Wort ist ungefiltert und spontan, und das Wissen darum, nicht beobachtet, sondern nur belauscht zu werden, ermöglicht eine entspannte Intimität im Gespräch. Zudem gibt es meist genug Zeit für Tiefe und wichige Details. Eigentlich liebe ich auch die dämmrige Stille professioneller Tonstudios, momentan gibt’s aber auch Podcasts mit mir nach wie vor nur aus dem Home-Office. Dabei unterhalte ich mich mit meinen Gastgebern am Telefon, zeichne meine eigene Tonspur lokal auf und verschicke Datei anschließend zum Zusammenschnitt.

Kürzlich wurde ich gleich zu zwei spannenden Podcasts eingeladen, um mit unterschiedlichen Schwerpunkten über Erotische Hypnose zu sprechen: Was ist eigentlich Erotische Hypnose, und warum macht es so viel Spaß, sich damit zu befassen? Was hat Hypnose sowohl mit Sex, als auch mit BDSM zu tun, bereits ganz grundsätzlich? Wo liegen Grenzen und Gefahren der Hypnose, und was muss ich beachten, um Erotische Hypnose sicher durchführen zu können? Wo hast du vielleicht bereits intuitiv hypnotische Suggestionen verwendet?

Für den Podcast “Geliebte auf Zeit” hatte ich mit meiner Escort-Kollegin Luisa eine Gesprächspartnerin, die durch einen witzigen Zufall bereits selbst schon einmal ein Hypnose-Seminar besucht hatte, so dass wir wunderbar fachsimpeln konnten. In “Geliebte auf Zeit” lassen Luisa und Lenia Sexworker und Sexwork-Kund*innen zu Wort kommen. Mit Luisa habe ich insgesamt einen ganzen Nachmittag verbracht, der wie im Flug verging und aus dem drei Podcast-Folgen entstanden sind: Teil eins über die Vielfalt menschlichen Begehrens, Teil zwei zu Sexarbeit, Politik und Gesellschaft und Teil drei zum Thema Erotische Hypnose.

Für “Die Kunst der Unvernunft” plauderte ich mit Sebastian vor allem über BDSM-Hypnose. Ich durfte Zuhörerfragen im Live-Chat beantworten, einige Vorbehalte ausräumen, und wir kamen zu überraschenden Erkenntnissen. Wie Hypnose-Wissen deinen BDSM nicht nur intensiver, sondern auch sicherer machen kann, erfährst du in dieser Folge: Orgasmus-Trigger – Hypnose mit Undine de Rivière.

Beide Podcasts kannst du über die gängigen Podcast-Portale abonnieren – unbedingt reinhören!

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Stärkung der Phantasie und Vorstellungskraft

Wie kann ich Erotische Hypnose noch besser genießen – wie entwickle ich meine Fähigkeiten als Hypnotisand? Eine Frage, die uns immer wieder gestellt wird – daher beschenken wir unsere Newsletter-Abonnenten jetzt exklusiv mit einer kostenlosen Reihe aus drei zehminütigen Übungsfiles zu einem wichtigen Aspekt des Hypnotisanden-Trainings, nämlich der Stärkung der Phantasie und Vorstellungskraft. Und da eine weitere Bitte an uns auch immer wieder die nach einer männlichen Stimme war, gibt’s nun erstmals Jochens beruhigenden Bariton in dieser Serie zu hören.

Um kostenlos Zugang zu den Übungs-mp3s zu erhalten, abonniere jetzt unseren Newsletter.

Deine 5 Vorteile als Newsletter-Abonnent

  • Visionen grenzenloser Lust – eine erotische Trance-Reise mit Undine de Rivière zum mp3-Download
  • vier Übungs-mp3s von Jochen zur Stärkung der Phantasie und Vorstellungskraft aller fünf Sinne.
  • Workshop-Skript “Hypnose-Sicherheit” (20 Seiten pdf)
  • Dieses pdf enthält auch zwei weitere kostenlose Hypnose-mp3s
  • Für unsere kostenlosen zoom-Events verschicken wir am Tag der Veranstaltung den Link zum zoom-Meeting ausschließlich auf diesem Weg.

Der Hypnokink.de-Newsletter erscheint alle ein bis zwei Wochen. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Wir geben deine E-Mail-Adresse nicht weiter und schicken dir keinen Spam (zur Datenschutzerklärung).

Veröffentlicht am 4 Kommentare

Erotische Hypnose für Paare

Hypnose, vor allem die Techniken der Impromptu- oder Straßenhypnose, ist nicht nur ein großartiger Partytrick, um neue Kontakte zu knüpfen, sinnliche Hypnose kann auch eine bestehende Beziehung wunderbar bereichern. Die größtmögliche Flexibilität liegt natürlich darin, gemeinsam Hypnose zu lernen, um einander anschließend gegenseitig in Trance führen zu können. Sei es, um den Partner oder die Partnerin auf eine sinnliche Traumreise zu begleiten, für ein BDSM-Spiel posthypnotische Trigger zu verankern oder miteinander Sex in einer Wachtrance mit veränderter Realitätswahnehmung zu haben. Viele Menschen besuchen unsere Seminare paarweise oder lernen erotische Hypnose, um damit ihre Partnerschaft zu intensivieren. Das funktioniert bestens, wenn mindestens einer der Beteiligten Freude daran hat, Zeit und Energie darauf zu verwenden, Hypnose als neue Fähigkeit zu erlernen und zu perfektionieren.

Erotische Hypnose für Paare weiterlesen
Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Abenteuerspielplatz Unterbewusstsein

Neu hier? Dann empfehlen wir zunächst unseren Grundlagen-Artikel zu lesen: Was ist erotische Hypnose.


Der kleine Raum ist komplett in einem satten Dunkelblau dekoriert. Am Boden ein weicher, kurzfloriger Teppich, der sich warm anfühlt und in dem meine Füße leicht einsinken, fast wie ein dicker Samt. Die Wände sind über und über mit Pfauenfedern bedeckt. Ein Kronleuchter mit dunkelblauen Kristallen ist mit seinen gedimmten Glühkerzen die einzige Lichtquelle. Es riecht schwach nach Patchouli. In einer Ecke steht eine Kommode mit einem Grammophon, das eine vergnügliche Melodie spielt, die Platte knackt und rauscht allerdings sehr. An einer Wand steht ein geschwungenes dunkelblaues Samtsofa. Wenn ich mich dort hinlege, kann ich bestimmt wunderbar schlafen … das sollte ich lieber nicht tun, wenn wir noch irgendetwas miteinander anstellen wollen. 🙂

An der Wand hängt ein Bild, eine Landschaft ganz in Dunkelblau. Nur dort an einem Berg ist offenbar ein Stollen, eine halb geöffnete Tür mit einem hellblauen Schein. Wenn ich mich ganz auf das Bild konzentriere, kann ich mich hineinversetzen … whoa, die Tür ist ein Portal! Ich soll da durchgehen? Ok …

Das Unterbewusste ist eine unerschöpfliche kreative Quelle. Jede Nacht im Traum erschafft es ganze surreale Welten und da jeder Mensch träumt, hat auch jeder Mensch das Potenzial, auf diese Kreativität zuzugreifen. Manchen ist eine ausgeprägte Gabe zu visualisieren in die Wiege gelegt, andere favorisieren andere Sinne – Geruch, Geschmack, Gehör, haptische Wahrnehmung. Eine schwach ausgeprägte Vorstellungskraft kann trainiert werden (mehr dazu am Ende dieses Artikels).

Eine hypnotische Trance macht es besonders einfach, kreativ zu assoziieren, da die rationalen Filter des Bewusstseins durchlässiger werden. Für den Hypnotiseur ist das wie ein interaktives “Point and Click-Adventure” im Kopf seines Hypnotisanden zu spielen – du gibst Hinweise, probierst Dinge aus, löst Rätsel und schaust, was das Unterbewusste deines Partners daraus macht. Eine ungeheuerlich spannende und intime gemeinsame Erfahrung.

Tipps und Tricks für interaktive Hypnose

  • Gib vage Startpunkte vor, die dein Hypnotisand mit Leben füllen kann. Das Bild im einleitenden Text zum Beispiel entstand aus der Suggestion eines Farbraums, also eines Ortes, der ganz in einer bestimmten Farbe gehalten ist. Auch Ideen wie ein “Zauberspiegel”, durch den man wie Alice im Wunderland die Realität verlassen kann, die Suggestion eingeschlafen zu sein und einen Traum zu beginnen, ein Besuch in einem “Skurrilitätenmuseum”, die Vorstellung zu schrumpfen oder riesig zu werden beflügeln die Phantasie. Für erotische Settings eignen sich sich der Besuch im Pornokino, bei dem sich der Hypnotisand irgendwann plötzlich mitten im Film wiederfindet, ein virtueller Swingerclubbesuch, ein Raum, der im Lieblingsfetischmaterial eingerichtet ist, oder für Masochisten ein mittelalterliches Foltermuseum mit Exponaten zum Ausprobieren.
  • Wer über den Spaßfaktor hinaus nach Erkenntnis sucht, kann durch eine Reise durch die Wildnis zu einem weisen Eremiten, der Begegnung mit einem Krafttier oder einem Dialog mit dem inneren Kind Ressourcen aktivieren und Kontakt zu verschiedenen unterbewussten Persönlichkeitsanteilen aufnehmen. Habt dabei keine Scheu vor Archetypen und Klischees, auch wenn dir als Naturwissenschaftler deine “Schutzengel” möglicherwesie peinlich sind. 😉 Besprecht die Ziele solcher Trancereisen vorab und drängt niemanden zu innerer Arbeit, der daran (grundsätzlich, heute oder mit dir) kein Interesse hat. Hypnose kann, muss aber nicht ans Eingemachte gehen.
  • Wenn dein Hypnotisand seine inneren Bilder nicht beschreiben kann, weil er in der Trance nicht sprechen kann oder möchte, hilft meist die simple Suggestion “du kannst laut und deutlich sprechen”.
  • Nimm Widerstände ernst. Dein Hypnotisand kann auch unter Hypnose durchaus intime Details für sich behalten wollen, dort nachzubohren schwächt lediglich den Rapport. Solltet ihr euch in eine Sackgasse verlaufen haben, biete kreative Auswege an (“Schau doch mal, ob irgendwo im Fels ein Spalt ist, vielleicht befindet sich dort eine Geheimtür?”) ohne etwas zu erzwingen zu versuchen. Hier sind Fingerspitzengefühl und, ggf. auch erst nach der Hypnosesession, Feedback gefragt.
  • Sei darauf vorbereitet, dass bei deinem Hypnotisanden intensive Gefühle hochkommen können. Auch ganz ohne therapeutischen Anspruch können beim freien Assoziieren quasi aus Versehen Blockaden gelöst oder verdrängte Erinnerungen wieder ins Bewusstsein kommen. Ein sicherer Umgang mit Abreaktionen ist eine wichtige Grundlage für jeden Hypnotiseur.

Wem als Hypnotisand nicht spontan alle Sinneswahrnehmungen in Trance zufliegen, kann die Vorstellungskraft durch verschiedene Übungen stärken und verbessern. Einfache Erinnerungsübungen auch ohne Hypnose, wie einmal täglich die Augen zu schließen und in der Phantasie durch die eigene Wohnung zu gehen, die Fenster in einem bestimmten Raum zu zählen und Buchrücken im Regal zu “lesen”, oder den täglichen Weg zur Arbeit zu vor dem inneren Auge vorbeiziehen zu lassen trainieren das Gehirn darauf, die Wahrnehmung bewusst nach innen zu richten. Fragt dabei alle fünf Sinne ab (VAKOG: Visual, Auditory, Kinaesthetic, Olfactory, Gustatory; also Sehen, Hören, Spüren, Riechen, Schmecken).

Ein Trick, um die Kreatitivtät in Schwung zu bringen, wenn man “nichts” sieht, sind was-wäre-wenn-Fragen wie “wenn dort etwas wäre, welche Farbe hätte es?” oder die Aufforderung, einfach irgendetwas zu erfinden. Diese Fragen nehmen das Bewusstsein mit ins Boot und den Druck weg, dass alle kreativen Assoziationen “von allein” passieren müssten. Mehr zum diesem Thema findest du auch in unserem Artikel: 7 Hypnose-Tipps für deinen optimalen Trance-Genuss.

Und noch ein letzter Tipp für die Hypnotiseure: Wenn etwas nicht auf Anhieb so klappt wie gedacht, arbeitet mit dem, was ihr von eurem Hypnotisanden bekommt. Versteift euch nicht auf ein bestimmtes Ergebnis.

Und beiden Seiten wünschen wir viel Spaß auf euren Reisen ins Selbst! 🙂

Erotische Hypnose III

Interaktive Hypnose-Techniken, inklusive socher gemeinsam entwickelten erotischen Traumreisen sind der Schwerpunkt unseres Tagesseminars Erotische Hypnose III. Jetzt im Skript mit allen Inhalten stöbern:

Veröffentlicht am 12 Kommentare

Erotische Posthypnotische Trigger (PHT)

Auch wenn die Antwort auf die Frage “Was kann man denn mit Hypnose beim Sex so anstellen?” grundsätzlich “Alles!” lautet, sind etwas konkretere Inspirationen natürlich kein Schaden. 🙂 Daher hier eine kleine Ideensammlung, diesmal speziell für posthypnotische Trigger. (Was ist das? -> Hypnose-Glossar und “Was ist Erotische Hypnose?”)

  • Sexuelle Erregung geankert auf Wort, Geste, Berührung, Geräusch, Musikstück, Geruch, Geschmack etc. … der Klassiker.
  • Gern in Verbindung mit wahlweise Peinlichkeit ob der “grundlosen” Erregung oder mit ausgeprägter Hemmungslosigkeit (Nymphomanie) und “scheissegal, was die Umwelt jetzt von mir denkt”-Gefühl
  • Orgasmus geankert auf … siehe oben. Besonders beliebt unter Vampir-Liebhabern ist der Orgasmus auf einen Halsbiss
  • Hypnotische Bondage (Bewegungslosigkeit) auf verbalen Befehl
  • Dito für hypnotischen Knebel (sehr praktisch für wilden Sex im Hotelzimmer)
  • Lebende Sexpuppe: Hypnotische Bondage als Grundlage, dann fremdgesteuerte Bewegung auf Befehl, Berührung oder Geste (“Marionette”)
  • Zwanghaftes Einnehmen definierter Positionen auf Befehl
  • Hypnotische Augenbinden (Lid-Katalepsie) sind was für Anfänger. 😉
  • Paniktrigger für Angst-Fetischisten
  • Erregungs-Abbruch (“Kalte Dusche”)
  • Hypnotischer Keuscheitsgürtel (“Kraftfeld”, das den Hypnotisanden davon abhält, sich im Genitalbereich anzufassen)
  • Sinnesreizverstärkung (hat was beim Dessert im Restaurant, oder auch zur Schmerzverstärkung, um mit weniger körperlichem Schaden einen großen Effekt zu erzielen)
  • Entspannungstrigger, gern genommen für AV und Deep Throat. Auch hilfreich beim Zahnarzt.
  • Verschiedene Formen von Subspace (Submissiver Headspace) geankert zu haben ist praktisch, wenn man aus irgendwelchen Gründen gerade nicht von allein reinkommt.
  • Einen dominanten Headpace (Topspace) kann man natürlich auch ankern. Kommt auch bei Geschäftsverhandlungen ganz gut.
  • “Unausweichlicher” Gehorsam (Hach! *g* )
  • Drogeneffekte, Rausch, Verwirrung
  • Asphyxie, Atemnot, Hyperventilation
  • Gefühl von Jucken/Kitzeln ausgelöst durch entsprechende Fingerbewegungen auf Entfernung
  • Zwanghaftes Verlangen nach Körperkontakt mit dem Menschen, der den Trigger auslöst (kann echt nach hinten losgehen, wenn der Getriggerte dominant ist und den Hypnotiseur daraufhin resolut an die Leine nimmt).
  • Ebenso zwanghaftes Verlangen, denjenigen zu küssen, zu umarmen und/oder auf der Stelle über ihn oder sie herzufallen (auch das hat manchmal ungeahnte Folgen … gut, wenn man dann unter Switchern spielt). Sollte besser nur in adäquater Umgebung ausgelöst werden.
  • Zwanghaftes Verlangen nach Selbstbefriedigung
  • Beliebige andere neurotisch-zwanghafte Verhaltensweisen. Hypnotische Phänomene unterscheiden sich, auch hirnphysiologisch messbar, von psychopathologischen Symptomen nur durch die Kontrollierbarkeit durch den Hypnotiseur! Wie wäre es zum Beispiel mit einem An-/Ausschalter für ein Tourette-Syndrom?
  • Reinduktions- oder Trance-Trigger. Nicht notwendigerweise erotisch, aber auch in diesem Kontext praktisch.
  • Geankerter Wohlfühlort, zum Erden nach emotional aufwühlenden Traumreisen
  • Direkte Stimulation des Belohnungszentrums, extatisches Glücksgefühl
  • Geruch oder Gefühl eines erregenden Fetisch-Materials, jederzeit und überall abrufbar
  • Diverse ressourcenmindernde Suggestionen – z.B. Ungeschicklichkeit, Dummheit (“Bimbofication”), Sprach- oder Bewegungsstörungen etc. für Erniedrigungsspiele
  • Ageplay (Regression), Genderplay (Verhaltensweisen des anderen Geschlechts), Petplay (“… und immer wenn du versuchst zu sprechen, merkst du, dass du nur noch bellen kannst wie ein Hund”) und andere Lieblingsrollen, auf Zuruf
  • Fokus auf das sexuelle Erleben, Verblassen von Ablenkungen
  • Wahlweise ein Rohrstockschlag oder auch ein Penetrationsstoß in einer zu wählenden Körperöffnung auf ein Händeklatschen … oder den Takt von Musik
  • “Globale Suggestion”: direkter Kontakt mit dem Unterbewusstsein des Hypnotisanden, z.B. durch Ansprache mit einem bestimmten Namen, um beliebige hypnotische Suggestionen im Alltag sofort umzusetzen
  • Bewusstlosigkeit, Black-out, Zeitsprung (Freeze oder totale Entspannung, kombiniert mit Wahrnehmungslosigkeit und Amnesie)
  • Für Mutige: Random-Trigger, um irgendeinen der bisher verankerten PHT zufällig auszulösen

Das alles lässt sich natürlich alternativ innerhalb einer (Wach-)Trance umsetzen, manchmal ist aber auch die Abkürzung des PHT, der ohne Vorbereitung immer und überall ausgelöst werden kann, ein zusätzlicher Kick.

Einige der genannten Trigger sind definitiv Spielzeuge für fortgeschritte Hypnotiseure und einander gut vertraute Spielpartner. Bitte beachtet wie immer die Kontaindikationen, lasst gesunden Menschenverstand walten (wie kriege ich jemanden wieder aus einer hypnotischen Bewusstlosigkeit, wenn er mich aufgrund meiner eigenen Suggestion nicht mehr hört?) und tastet euch langsam heran.

Wir freuen uns auf eure Ideen und Ergänzungen in den Kommentaren!

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Hypnose-Glossar

Abreaction Emotionaler Ausbruch, Absturz während der Hypnose
Amnesie Erinnerungslosigkeit, Gedächtnisverlust
Analgesie Schmerzausschaltung
Anästhesie Empfindungslosigkeit
Ankern Verknüpfen einer mentalen / emotionalen Antwort mit einem Auslöser (Trigger)
Blitzinduktion Hypnose-Einleitung, die ein Überraschungsmoment beinhaltet und die Schrecksekunde für einen Trance-Befehl (“Schlaf!”) nutzt.
Convincer Überzeuger; Technik, die den Hypnotisanden davon überzeugt, in Hypnose zu sein
Deepener Vertiefer; Technik der Trancevertiefung
Exduktion Herausführung; Technik zur Ausleitung aus der Trance
Hypnotisand Person, die hypnosiert wird (Patient, Klient, Proband, Bottom)
Hypnotiseur Person, die aktiv die Hypnose leitet
Induktion Hineinführung; Technik zur Einleitung einer Trance
Katalepsie Der Begriff beschreibt einen Zustand, in dem aktiv oder passiv eingenommene Körperhaltungen übermäßig lange und ohne subjektive Kraftanstrengung beibehalten werden.
Levitation “Schweben” von Körperteilen, z.B.: Arm hebt sich bei der Vorstellung, dass Luftballons daran gebunden sind.
Pacing “Mitgehen”, der Hypnotiseur gleicht seine Verhaltensweisen an die des Hypnotisanden an z.B. Atem, Sprache, Stimme, Körperhaltung, oder spiegelt diese. Dies schafft ein Vertrauensverhältnis.
Posthypnotischer
Trigger (PHT)
Auslöser, dem ein in Hypnose geankertes Gefühl, Zustand oder Reaktion unwillkürlich folgt.
Rapport Vertrauensvolle Beziehung zwischen Menschen (hier zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand), die von empathischer Aufmerksamkeit geprägt ist.
Regression Rückführung in kindliche Gefühle / Verhaltensweisen
REM Rapid Eye Movement; Schnelle Augenbewegung bei geschlossenen Lidern, wie sie im Traumschlaf auftritt
Somnambulismus Tiefer, schlafähnlicher Trancezustand (Hypnotisches Koma)
Suggestion Beeinflussen einer Vorstellung oder Empfindung durch Manipulation der Wahrnehmung, ohne dass die Manipulation bewusst wahrgenommen bzw. als fremd empfunden wird.
Utilisieren Nutzen von vorhandenen äusseren Einflüssen oder von Reaktionen des Hypnotisanden zu hypnotischen Zwecken (meist Trancevertiefung)
Wirksuggestion Kernsuggestion einer Hypnose-Session, z.B. Traumreise, therapeutische Inhalte, Ankern eines PHT etc. (Induktionen, Exduktionen, Deepener und Convincer sind keine Wirksuggestionen.)
Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Literaturliste

Empfehlenswerte Hypnose-Bücher zum Einstieg, Selbststudium und Weiterbildung:

  • Bandler, Richard; Grinder, John: Die Struktur der Magie
  • Bandler, Richard; Grinder, John: Patterns (schwieriger)
  • Bandler, Richard; Grinder, John: Therapie in Trance. (Einsteigerbuch)
  • Erickson, Milton H.: versch. Werke (erstaunliche Menschenkenntnis)
  • James, Tad: Kompaktkurs Hypnose. Wie man Phänomene tiefer Trance hervorruft.
  • LeCron, Leslie M.: Selbsthypnose, Fremdhypnose
  • McGill, Ormond: The New Encyclopedia of Stage Hypnotism (auf englisch, sehr informativ)
  • Meinhold, Werner: Das große Handbuch der Hypnose.
  • Peter Masters, Peter: Look into my eyes (englisch, gutes Einsteigerbuch, Bezug zur Sexualität)
  • Tepperwein, Kurt: Die hohe Schule der Hypnose (eher historisch wertvoll)
  • Zeig, Jeffrey K. (Hrsg.): Meine Stimme begleitet sie überallhin – Ein Lehrseminar mit Milton H. Erickson. (Transcript eines Seminars und auführlicher Einblick in die Technik von Erickson)
  • Anthony Jacquin: Reality is Plastic (Kompaktes Grundlagen-Lehrbuch auf englisch mit Begleit-DVD. Moderner, schnörkellos-pragmatischer Ansatz zur Hypnose mit Fokus auf Unterhaltung, Straßen- und Blitzhypnose.)
  • Dirk Revenstorf, Peter Burkhard (Herausgeber): Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin: Manual für die Praxis (umfassendes Grundlagenwerk, auch für Nichtmediziner empfehlenswert und gut zu lesen)
Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Hypnose-Mythen: Macht- und Willenlosigkeit

Neu hier? Dann empfehlen wir zunächst unseren Grundlagen-Artikel zu lesen: Was ist erotische Hypnose.


Hypnose ist ein Instrument, dem manche Menschen eine nahezu magische Macht zuschreiben. Der Mythos, dass Hypnose Menschen zu willenlosen Automaten macht, ist weit verbreitet und wird zum Beispiel in der Showhypnose häufig genutzt und bestärkt. Der Mythos der Willenlosigkeit ist es auch unter anderem, der Hypnose für viele BDSMer ausgesprochen attraktiv macht.

Die schlechte Nachricht: Eine hypnotische Trance macht weder willenlos, noch zwingt sie den Hypnotisanden unter die Gewalt des Hypnotiseurs. Unter Hypnose werden nur die Suggestionen angenommen und ungesetzt, die für das Unterbewusstsein akzeptabel sind und von dort Zustimmung erhalten.

Die gute Nachricht: Wer als Passiver ein Machtgefälle, und dort insbesondere den Zwang der Machtlosigkeit erotisiert und daraus Wohlgefühl ableitet, wird der Suggestion einer Macht- und Willenlosigkeit in der Hypnose zustimmen und diese Willenlosigkeit als Überzeugung zu seiner subjektiven Realität machen.

Auch wenn die Frage nach der Willenlosigkeit experimentell nicht leicht zu entscheiden ist, weil der Charakter eines Experiments dem Probanden grundsätzlich die Verantwortung abnimmt, schließt der heutige Stand der Forschung nach Meinung maßgeblicher Autoren praktisch aus, dass ein Individuum unter Bedingungen der hypnotischen Trance als der Kontrolle über seinen Willen beraubt angesehen werden kann. [1]

Die bisher vorliegenden systematischen Studien und Literaturzusammenfassungen […] kommen einhellig zu der Auffassung, dass in hypnotischer Trance nichts zugelassen wird, wofür nicht eine, wenn auch wahrscheinlich nichtintegrierte Bereitschaft vorliegt. [1]

Die Macht des Unterbewussten

In einer Hypnose ist der kritische Teil des Bewusstseins getrübt. Damit werden die Suggestionen des Hypnotiseurs nicht mehr auf rational-logische Konsistenz geprüft – der Verstand des Hypnotisanden als Entscheidungsistanz ist im wesentlichen durch Vertrauen in den Hypnotiseur ersetzt, das Bewusstsein läuft je nach Trancetiefe nur noch als innerer Beobachter mit oder “schläft” ganz.

Trotzdem ist der Hypnotisand keineswegs schutz- und willenlos. Der überwiegende Anteil an alltäglichen Entscheidungen und nahezu alle Entscheidungen in Stress- und Notsituationen werden nicht bewusst getroffen, sondern unterbewusst oder instinktiv (und ggf. nachträglich rationalisiert). Das Unterbewusste arbeitet auf der Basis von Glaubenssätzen und Wertesystemen – Muster, die aufgrund von Erfahrungen gebildet wurden und nur in einem therapeutischen Prozess veränderlich sind, der alle relevanten Persönlichkeitsanteile mit einbezieht und der (subjektiv) positiven Weiterentwicklung des Patienten dient. Jede Suggestion, die “mal eben” einer der tiefliegenden Überzeugungen des Hypnotisanden widerspricht, wird abgelehnt, bei einem starken Widerspruch schwächt sich gleichzeitig der Rapport, unter Umständen wird die Hypnose sogar vom Hypnotisanden beendet.

Grundsätzlich hat der Hypnotisand verschiedene Möglichkeiten, auf eine Suggestion zu reagieren – Zustimmung, Ablehnung, Indifferenz. Damit eine Suggestion wirksam wird, ist eine Zustimmung der relevanten unterbewussten Persönlichkeitsanteile nötig: “Ja, genau! Ich mag diese Suggestion! Ich weiss, dass sie funktioniert!” Gleichgültigkeit, Ablehnung oder auch nur die zögerliche Hoffnung, dass es schön wäre, wenn diese Suggestion funktionieren würde, führt dagegen dazu, dass die Suggestion nicht umgesetzt wird.

Der Hypnotisand kann mit zunehmender Selbsterfahrung dieses enthusiastische Ja seines Unterbewussten erkennen, und weiss schon, während die Suggestion ausgesprochen wird, ob diese wirksam ist oder nicht. Als Hypotiseur kannst du dich im Zweifel dieser Zustimmung vergewissern, indem du um ein Zeichen bittest (“Wenn du weisst, dass diese Suggestion ganz genau so passieren wird, wie ich es gesagt habe, hebe jetzt den Zeigefinger deiner rechten Hand”).

Ein Beispiel aus der Praxis: Ich hatte eine junge Frau in einer erotischen Trance, suggerierte viele Hände, die sie berühren und erregen. Mein Opfer wand sich, genoss sichtbar und ging wunderbar mit. Doch als ich ihr zuflüsterte, “Du bist wunderschön” wurde sie sofort steif und runzelte die Stirn.

Was war passiert?

Meine Hypnotusandin hatte (leider, leider) ein gestörtes Selbst- und Körperbild und war tief in ihrem Unterbewusstsein davon überzeugt, nicht attraktiv zu sein. Diese Überzeugung hatte ich mit meinem Satz verletzt. Der eingetretene Rapportverlust liess sich wieder auffangen, trotzdem war klar, dass sich an diesem Glaubenssatz nicht so ohne weiteres kratzen lässt.

Hypnose und Manipulation

Selbstverständlich kann ein geschickter Manipulator manche Menschen dazu bringen, manche Dinge zu tun, die ihnen oder anderen schaden. Dazu bedarf es erstens der (ggf. auch rein unbewussten und nicht-integrierten) grundlegenden Bereitschaft des Manipulierten, diese Dinge unter bestimmten Umständen zu tun, und zweitens der Kommunikation. Hypnose ist eine Kommunikationsform und damit grundsätzlich ein mögliches Mittel (auch böswilliger) Manipulation. Das bedeutet allerdings nicht, dass diese Manipulation nicht auf anderem Wege genauso wirksam hätte erreicht werden können.

Eine häufig gestelle Frage ist beispielsweise die, ob eine professionelle Domina einen zahlenden Klienten mittels Hypnose dazu bringen kann, mehr Geld bei ihr zu lassen, als ihm guttut. Die Antwort: Ja, natürlich. Wenn: ein Rapport besteht, der Klient von seiner Machtlosigkeit in der Hypnose zutiefst überzeugt ist, weil er genau diesen Aspekt anregend findet, und/oder wenn er ohnehin dazu neigt, zuviel Geld für bezahlten Sex auszugeben (und lediglich sein rationales Bewusstsein ihn davon abhält, sich zu ruinieren). Da diese Faktoren bei der Kundschaft einer professionellen Hypnose-Domina nicht allzu selten zusammentreffen dürften, ist es möglich, auf diese Weise Geld zu verdienen – genauso, wie es für einen Profi möglich ist, einem Kunden durch herkömmliches Kobern (Vorenthalten von vereinbarten Leistungen und weitere Geldforderungen in Momenten höchster Erregung) sein Geld aus der Tasche zu ziehen, oder in Vergnügungsvierteln betrunkene Touristen um ihre Ersparnisse zu erleichtern.

Machtlosigkeit als Fetisch

Kurz: Ob jemand unter Hypnose ein Gefühl der Macht- und Willenlosigkeit erlebt, hängt ausschließlich davon ab, ob er genau das erleben möchte oder nicht. Wird die Hypose als BDSM-Praktik im Rahmen eines Machtgefälles eingesetzt, stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Suggestion der Willenlosigkeit enthusiastisch angenommen und erotisiert wird. Das kann im Extremfall dazu führen, dass der Hypnotisand sich übernimmt und Dinge tut oder erlebt, die er oder sie nicht tun oder erleben möchte – solange die Faszination der Machtlosigkeit größer ist als der subjektive Schaden. Ist der Wunsch nach Willen- oder Machtlosigkeit nicht-integriert (also dem Bewusstsein nicht zugänglich) oder deutlich größer als bewusst wahrgenommen und bekannt, kann dies durchaus zu unangenehmen Überraschungen führen.

Wenn wir nun von gegenseitigem Wohlwollen der Beteiligten und von einvernehmlichem BDSM ausgehen, gilt daher für die Hypnose als Spielzeug das gleiche wie für die meisten anderen SM-Techniken auch: langsam herantasten, Feedback einholen, gegebenenfalls langsam steigern!


[1] Revenstorf, Peter (Herausgeber): Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin, 2. Auflage, 2009, S. 142