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Erotische Hypnose Podcast

Von aller Öffentlichkeitsarbeit, die ich seit Jahren zu den Themen leiste, die mich bewegen, sind Radio und Podcast meine liebsten Medien: Das gesprochene Wort ist ungefiltert und spontan, und das Wissen darum, nicht beobachtet, sondern nur belauscht zu werden, ermöglicht eine entspannte Intimität im Gespräch. Zudem gibt es meist genug Zeit für Tiefe und wichige Details. Eigentlich liebe ich auch die dämmrige Stille professioneller Tonstudios, momentan gibt’s aber auch Podcasts mit mir nach wie vor nur aus dem Home-Office. Dabei unterhalte ich mich mit meinen Gastgebern am Telefon, zeichne meine eigene Tonspur lokal auf und verschicke Datei anschließend zum Zusammenschnitt.

Kürzlich wurde ich gleich zu zwei spannenden Podcasts eingeladen, um mit unterschiedlichen Schwerpunkten über Erotische Hypnose zu sprechen: Was ist eigentlich Erotische Hypnose, und warum macht es so viel Spaß, sich damit zu befassen? Was hat Hypnose sowohl mit Sex, als auch mit BDSM zu tun, bereits ganz grundsätzlich? Wo liegen Grenzen und Gefahren der Hypnose, und was muss ich beachten, um Erotische Hypnose sicher durchführen zu können? Wo hast du vielleicht bereits intuitiv hypnotische Suggestionen verwendet?

Für den Podcast “Geliebte auf Zeit” hatte ich mit meiner Escort-Kollegin Luisa eine Gesprächspartnerin, die durch einen witzigen Zufall bereits selbst schon einmal ein Hypnose-Seminar besucht hatte, so dass wir wunderbar fachsimpeln konnten. In “Geliebte auf Zeit” lassen Luisa und Lenia Sexworker und Sexwork-Kund*innen zu Wort kommen. Mit Luisa habe ich insgesamt einen ganzen Nachmittag verbracht, der wie im Flug verging und aus dem drei Podcast-Folgen entstanden sind: Teil eins über die Vielfalt menschlichen Begehrens, Teil zwei zu Sexarbeit, Politik und Gesellschaft und Teil drei zum Thema Erotische Hypnose.

Für “Die Kunst der Unvernunft” plauderte ich mit Sebastian vor allem über BDSM-Hypnose. Ich durfte Zuhörerfragen im Live-Chat beantworten, einige Vorbehalte ausräumen, und wir kamen zu überraschenden Erkenntnissen. Wie Hypnose-Wissen deinen BDSM nicht nur intensiver, sondern auch sicherer machen kann, erfährst du in dieser Folge: Orgasmus-Trigger – Hypnose mit Undine de Rivière.

Beide Podcasts kannst du über die gängigen Podcast-Portale abonnieren – unbedingt reinhören!

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Stärkung der Phantasie und Vorstellungskraft

Wie kann ich Erotische Hypnose noch besser genießen – wie entwickle ich meine Fähigkeiten als Hypnotisand? Eine Frage, die uns immer wieder gestellt wird – daher beschenken wir unsere Newsletter-Abonnenten jetzt exklusiv mit einer kostenlosen Reihe aus drei zehminütigen Übungsfiles zu einem wichtigen Aspekt des Hypnotisanden-Trainings, nämlich der Stärkung der Phantasie und Vorstellungskraft. Und da eine weitere Bitte an uns auch immer wieder die nach einer männlichen Stimme war, gibt’s nun erstmals Jochens beruhigenden Bariton in dieser Serie zu hören.

Um kostenlos Zugang zu den Übungs-mp3s zu erhalten,

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“Tiefe Hypnotische Kontrolle” – Premieren-Party mit Undine de Rivière am 21.02. (kostenlos!)

21. Februar 2021 19:00 – 20:30 Uhr

Den zoom-Link verschicken wir am Tag der Veranstaltung an alle über unseren Newsletter.

Update vom 21.02.: Der zoom-Link ist verschickt. Neue Newsletter-Abonnenten erhalten ihn bis heute Abend als zusätzliche Willkommensmail. Falls du den Link noch nicht bekommen hast, stell bitte sicher, dass du dein Abonnement auch bestätigt hast, überprüfe deinen Spam-Ordner und bestelle den Newsletter ggf. noch einmal neu.

Fetisch-Audio – von der Idee bis zur Veröffentlichung

Was sind die Vor- und Nachteile von Hypnose-Aufnahmen im Vergleich zu interaktiven Erotischen Hypnose-Sessions? Wie entsteht eigentlich ein Hypnose-mp3 – von der Idee bis zur Veröffentlichung? Braucht man dazu ein Tonstudio? Welches Mikrofon und welche Software sind für Einsteiger empfehlenswert, um selbst Hypnose-Files aufzunehmen?

Sowohl in unseren Workshops als auch per E-Mail bekomme ich immer wieder Fragen zu Hypnose-Aufnahmen und möchte euch daher einmal einen Einblick hinter die Kulissen geben, Fragen beantworten, und ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Und damit das das Ganze nicht nur graue Theorie bleibt, gibt’s diese Infos als Intro zur Premiere einer Fetisch-Hypnose, die ich kürzlich fertiggestellt habe und die mir besonders am Herzen liegt.

Tiefe Hypnotische Kontrolle

Bei der Premieren-Party kannst du die 35-minütige “Radio-Version” der Erotischen Hypnose “Tiefe Hypnotische Kontrolle” vollständig kostenlos erleben. Der Director’s Cut von 55 Minuten Länge ist im Anschluss an die Veranstaltung zum mp3-Download in unserem Hypnose-Shop erhältlich.

Die Hypnose führt in einen “Subspace”, in eine tiefe submissive Trance. Dieser Zustand freiwilliger Unterwerfung erfüllt als eine Form der Ego-Auflösung ein Bedürfnis nach innerer Ruhe, das sonst oft auch in einem spirituellen Zusammenhang gefunden wird. Die Phantasie von Hypnose als ein erregendes Instrument von Macht und Kontrolle ist nicht die einzige Form des Hypnose-Fetisch – also der Erotisierung von Hypnose um ihrer selbst Willen – aber eine weit verbreitete und bei vielen Hypnose-Fetischisten und Hypnokinkstern schon früh in ihrem Leben geprägte Leidenschaft.

“Tiefe Hypnotische Kontrolle” ist eine Hommage an eine der Begründerinnen der modernen Erotischen Hypnose: die US-amerikanische Hypnose-Domina Soforia, die ihre Fetisch-Hypnose-Aufnahmen bereits in den 1990ern auf Tonbandkassetten per Post an ihre Anhänger verschickte. Sie verstarb 2007 und hinterließ eine Reihe von inzwischen digitalisierten Files, in denen sie ihre Fähigkeiten als ausgebildeter Hypnose-Coach nutze, um mit hochwirksamen Femdom-Hypnosen ihre Hörer lustvoll zu unterwerfen und an sich zu binden.

“Tiefe Hypnotische Kontrolle” ist von Soforias “Snap to it!” inspiriert, das den Hörer durch intensive erotisch-dominante Mantren und zahlreiches Fingerschnippen immer tiefer in den Subspace führt, bis in die “vollständige Unterwerfung – vollständige Hingabe – vollständige Auflösung.”

Ich habe Soforias brillante Einleitungstechnik übernommen, die Mantren frei ins Deutsche übersetzt und in meinem eigenen Stil ergänzt, die Wiederholungen in moderne dreidimensionale Echo-Effekte überführt und mit einer Prägung auf meinen Namen und insgesamt 46 Mal Fingerschnippen der Idee von “Snap to it!” Respekt gezollt.

“Gehorsam ist Genuss … Ergebenheit ist Freude … Demut ist Erregung … Hingabe Entspannung … Fügsamkeit ist Glück. Du gehörst mir. Alles … für Undine!

Du liebst die Unterwerfung – du brauchst die Unterwerfung. Du liebst meine Kontrolle – du brauchst meine Kontrolle … Erzogen von mir. Trainiert. Abgerichtet. Hilflos und erregt … so ist es brav … so will ich dich sehen.

Gib dich hin, vollständig! Unter meiner Kontrolle. Auf meinen Befehl. Und je tiefer du dich sinken lässt, desto stärker wächst deine Erregung. Und weil du so gehorsam bist, so gefügig und gefällig, hast du dir nun eine Belohnung verdient: Du darfst dich ganz mir hingeben, dich auflösen in meinem Willen. Unter meiner hypnotischen Kontrolle – auf meinen hypnotischen Befehl.”

Hier eine Hörprobe – mit Kopfhörern genießen:

Das mp3 gibt am Ende dem Hörer die Option, in diesem Zustand der Auflösung beliebig lange zu verweilen, und selbst zu entscheiden, welche der Suggestionen nachwirken sollen, und welche das Unterbewusstsein wieder loslassen möchte, um vollständig in die eigene Kraft und Kontrolle zurückzukehren. Im Rahmen des Premieren-Events werde ich die Teilnehmer am Ende aus der Hypnose ausleiten, nachdem ich alle Effekte des Machtgefälles explizit wieder aufgehoben habe, so dass du diese submissive Tiefenentspannung auch dann ganz unbeschwert genießen kannst, wenn du dich nicht nachhaltig an mich binden möchtest.

Technische Details

Diese Aufnahme lebt u.a. von dreidimensionalen Raumeffekten, die nur im Stereo-Modus über Kopfhörer ihre volle Wirkung entfalten. Um über zoom Stereoton zum empfangen, musst du über den Desktop-Client eingeloggt sein – die Stereo-Übertragung funktioniert nicht für die Mobil-App oder den Browser, und nur mit einem (auch kostenlosen) Account bei zoom.

Weitere technische Tipps findest du in unserer Anleitung für Online-Events.

Den zoom-Link verschicken wir am Tag der Veranstaltung an alle über unseren kostenlosen Newsletter (hier abonnieren). Als Abonnent erhältst du den Link automatisch, es ist keine separate Anmeldung erforderlich.


Eine wichtige Voraussetzung für eigene Trance-Erfahrungen ist das Nichtvorhandensein von akuten psychischen oder körperlichen Erkrankungen oder Krisen, die gegen eine Anwendung von Hypnose sprechen (siehe Kontraindikationen). Kläre im Zweifel bitte mit einem Arzt oder Therapeuten ab, ob eine Hypnose für dich zu diesem Zeitpunkt eine gute Idee ist oder nicht. Falls du das Thema “erotische Hypnose” nicht erwähnen möchtest, sind geführte Entspannungs-Traumreisen, Sport-Mentaltraining oder Hypnose-Coaching plausible Alternativen für ein solches Gespräch.

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Trigger-Transfer – eine neue kostenlose Erotische Hypnose

Hypno-Kinkster kennen das: Da schnippt jemand mit dem Finger und sagt “Komm für mich!”, und dir klappen die Knie weg, sei es beim Geschirrspülen oder an der Supermarktkasse. Vielleicht ist es auch nur eine hypnotische Bondage, ein intensives Wohlgefühl, die Verstärkung einer Facette deiner Persönlichkeit, oder eine tiefe Trance, die jemand auf ein Wort oder eine Berührung in dir auslösen kann.

In deinem Geist ist also bereits ein posthypnotischer Trigger verankert, der dich dazu veranlasst, etwas zu fühlen, zu erleben, oder zu tun. Dieser Trigger kann – da er verantwortungsvoll formuliert wurde – nur von einer bestimmten Person ausgelöst werden.

Und dann: Neue Kontakte, ein anderer Spielpartner, eine neue Beziehung – vielleicht jemand, der selbst gar keine Hypnose-Techniken beherrscht. Wäre es nicht großartig, wenn du dieser Person die Macht über deinen vorhandenen Trigger einfach übergeben könntest?

Undines Hypnose-mp3 “Trigger-Transfer” bewirkt, dass ein beliebiger Trigger, der bereits in dir wirksam ist, zukünftig zuverlässig genau von der Person oder den Personen ausgelöst werden kann, denen du diesen Trigger anvertrauen möchtest. Entweder, indem du ihn der Person entziehst, die ihn ursprünglich verankert hat, oder indem du eine Kopie dieses Triggers an eine weitere Person verschenkst. Zusätzlich wird sich der Trigger in seiner Wirksamkeit verstärken und sich noch tiefer in deinem Unterbewusstsein verankern.

Unter Kostenlose Erotische Hypnose kannst du dir den “Trigger-Transfer” jederzeit anhören.

Und wenn dir die Hypnose gefallen hat, schreib einen Kommentar!

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Neuer Workshop: “Schäm dich!” Hypnotisches Spiel mit Demütigung und Scham

28. März 2021 19:00 Uhr – 21:15 Uhr

Einen hochroten Kopf bekommen, rasende Gedanken, Herzklopfen – jeder von uns hat sich irgendwo und irgendwann schon einmal so richtig geschämt. Wie aber kann dieses Gefühl Teil deines erotischen Repertoires werden und eure Hypnoseerlebnisse mit einem extra Kick aufwerten? Unsere Gast-Dozentin Caprea und ihr Partner Kagero nehmen euch mit auf einen zweistündigen Ausflug in die Welt der Scham- und Demütigungsspiele und zeigen euch, wie sich Lust und Scham auf frivole Weise kombinieren lassen!

In einer Mischung aus Theorie und Praxistipps werden den Teilnehmenden in diesem Kurs ganz konkrete Umsetzungsmöglichkeiten an die Hand gegeben. Dabei stellen wir uns folgenden Fragen:

  • Was verbirgt sich eigentlich hinter der Emotion „Scham“? Wie kann man sie erotisch nutzen und ihre unerotischen Aspekte überwinden lernen?
  • Welche verschiedenen Arten gibt es, Scham in seine Sexualität einzubinden und worauf gilt es dabei zu achten?
  • Wie lassen sich die gelernten Inhalte anfängerfreundlich, aber auch fortgeschritten, in eure Hypnosen einbauen?

Der Workshopinhalt richtet sich an Hypnotiseure wie auch an Hypnotisanden, die herausfinden möchten, welche Art von Schamspielen zu ihnen passen oder auf ihren bereits gemachten Erfahrungen in diesem Bereich aufbauen möchten. Egal ob du schon konkrete Pläne im Kopf hast oder einfach neugierig bist, dieser Kurs wird dir garantiert einen neuen Blickwinkel und viele Inspirationen bieten!

Dich erwarten:

  • Zwei Stunden abwechslungsreiche Wissensvermittlung mit Demonstrationen
  • ein Audiofile zum schrittweisen Nachvollziehen der gelernten Techniken
  • aktivierende Mitmach-Übungen für zwischendurch (Mitmachen ist hier erwünscht, aber nie erforderlich!)
  • und ein reger Austausch rund um das Thema Scham und Demütigungsspiele
  • Ein ausführliches Handout zum pdf-Download mit weiterführenden Erläuterungen, extra Skripten und natürlich allen Workshop-Inhalten zum Nachlesen und Anwenden
  • Zugang zur Absolventen-Supervision

Für diesem Workshop setzen wir grundlegende Hypnose-Techniken voraus, wie du sie in unseren Tagesseminaren Erotische Hypnose I & II erlernen kannst. Der Workshop ist auch ideal geeignet, wenn du bereits eine Hypnose-Ausbildung im Kontext von Coaching oder medizinischen Anwendungen absolviert hast und erfahren möchtest, was sich mit diesem Wissen sonst noch alles anstellen lässt.

Wenn du noch keine Vorkenntnisse hast, empfehlen wir dir unser Skript-Paket Erotische Hypnose I & II (auch einzeln in unserem in unserem Skripte-Shop erhältlich).

Wir freuen uns, wenn du deine Kamera eingeschaltet hast, respektieren aber auch eine anonyme Teilnahme.

Gast-Dozentin Caprea

Als studierte Erziehungswissenschaftlerin beschäftigte sich Caprea schon frühzeitig mit Fragen menschlicher Formbarkeit und überträgt dieses Wissen nicht nur in ihre sexualpädagogische Arbeit, sondern auch in ihr erotisches Privatleben, wo sie seit acht Jahren als dominante Dame und seit drei Jahren als Hypnotiseurin agiert und ihre Partner*innen im D/s-Kontext ausbildet. Mit dieser Mischung aus Theorie und Praxiserfahrung hält sie Vorträge rund um Dominanz und Submission, Hypnose und Langzeit-Konditionierung im erotischen Rahmen.

Seminar-Preis

  • beim Ticket-Kauf ab dem 22. März
    • 49 Euro für ein Einzelticket
    • 24,50 Euro für jede weitere Person am gleichen Endgerät / zoom-Account
  • Frühbucher: beim Ticket-Kauf bis zum 21. März zahlst du nur
    • 45 Euro für ein Einzelticket
    • 22,50 Euro für jede weitere Person am gleichen Endgerät / zoom-Account

Die Voraussetzung für ein sicheres Trance-Erlebnis ist das Nichtvorhandensein von akuten psychischen oder körperlichen Erkrankungen oder Krisen, die gegen eine Anwendung von Hypnose sprechen (siehe Kontraindikationen). Kläre im Zweifel bitte mit einem Arzt oder Therapeuten ab, ob eine Hypnose für dich zu diesem Zeitpunkt eine gute Idee ist oder nicht.

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Erotische Hypnose für Paare

Hypnose, vor allem die Techniken der Impromptu- oder Straßenhypnose, ist nicht nur ein großartiger Partytrick, um neue Kontakte zu knüpfen, sinnliche Hypnose kann auch eine bestehende Beziehung wunderbar bereichern. Die größtmögliche Flexibilität liegt natürlich darin, gemeinsam Hypnose zu lernen, um einander anschließend gegenseitig in Trance führen zu können. Sei es, um den Partner oder die Partnerin auf eine sinnliche Traumreise zu begleiten, für ein BDSM-Spiel posthypnotische Trigger zu verankern oder miteinander Sex in einer Wachtrance mit veränderter Realitätswahnehmung zu haben. Viele Menschen besuchen unsere Seminare paarweise oder lernen erotische Hypnose, um damit ihre Partnerschaft zu intensivieren. Das funktioniert bestens, wenn mindestens einer der Beteiligten Freude daran hat, Zeit und Energie darauf zu verwenden, Hypnose als neue Fähigkeit zu erlernen und zu perfektionieren.

Im Rahmen individueller Coaching- und Hypnose-Sessions treten auch häufig Paare an uns heran, denen nichts daran liegt, Hypnose selbst anwenden zu können – entweder, weil beide einen Fetisch für die empfangende Hypnotisanden-Seite haben, oder weil die Hypnose nur als Mittel zum Zweck dient, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Die Nummer eins der Wünsche ist dabei, in einem der beiden einen posthypnotischen Trigger zu verankern, den der andere Partner anschließend auslösen kann. Oft geht es um Erregungs- oder Orgasmus-Trigger, aber auch Keuschheit, Gehorsam, Petplay oder hypnotische Bondage sind beliebte Themen. Meist ist dann der Hypnose-Empfänger der passiv-devote Part in der Beziehung. Ein Beispiel für eine solche Hypnose ist unser mp3 “Keuscher Diener ihrer Lust”, der für einen männlichen Hypnotisanden die Fähigkeit zum Orgasmus an die Erlaubnis seiner Partnerin knüpft.

Hypnose grundsätzlich mit einem Machtgefälle und einem submissivem Hypnotisanden gleichzusetzen ist aber natürlich zu kurz gegriffen. Erotische Hypnose kann vollständig auf Augenhöhe stattfinden, oder sogar umgekehrt als Service für den aktiv-dominanten Part einer Beziehung durchgeführt werden. So kann die Anleitung einer Entspannungs-Traumreise genauso ein Akt liebevollen Dienens sein wie eine Fußmassage nach einem langen Tag.

Wenn ein Hypnose-Profi hinzugezogen wird, kann das im Rahmen eines sinnlichen Spiels zu dritt geschehen, mit oder ohne Machtgefälle zwischen den Beteiligten – viel häufiger geht es aber darum, die Paar-Beziehung zu bereichern und sich darüber hinaus persönlich zurückzuhalten. Ganz häufig dürfen wir Paare darin unterstützen, eine stärkere Verbindung und gegenseitiges Verständnis herzustellen, oder einem der Partner dabei helfen, sich leichter emotional zu öffnen oder mehr Vertrauen in die gewählte Rolle zu entwickeln.

Manchmal sind es Aktive, die sich an uns wenden, weil sie das Gefühl haben, mit den Bedürfnissen ihrer passiven Partner nicht mithalten zu können. Insbesondere aktive Einsteiger sind von erfahrenen passiven Partnern manchmal überfordert, von SM-Klischees verunsichert, und blockieren sich damit trotz deutlich vorhandener Neigung und Neugier. Hier kann Hypnose dem aktiven Part helfen, Hemmungen und Blockaden loszulassen, leichter in einen dominanten Headspace zu finden und vom Phantasieren ins Handeln zu kommen. Gleichzeitig kann Hypnose den passiven Part darin unterstützen, auch kleinere Gesten der Dominanz intensiver zu erleben, die dem Aktiven bereits leicht fallen. So können sich in Folge beide entspannt und ohne Druck zusammen weiterentwickeln.

Und natürlich kann Hypnose durch einen Profi innerhalb einer Paar-Beziehung nicht nur dazu dienen, Probleme zu lösen, sondern ist auch perfekt dafür geeignet, etwas Wunderbares nur noch besser zu machen. Es ist ein großartiges Gefühl, zum Glück zweier Menschen beitragen zu können, wenn wir euch beispielsweise beide in den erotischen Flow und die veränderte Realitätswahrnehmung einer Wachtrance schicken dürfen, um uns dann diskret zurückzuziehen, sobald es richtig zur Sache geht (nun gut, die Angelegenheit mit dem Rückzug ist manchmal auch ein bisschen schade, wenn man auch gern zuschaut ;-)). Online-Sessions sind dafür ein hervorragendes Mittel, wenn ihr uns einfach per Video-Meeting ins heimische Schlafzimmer zuschalten und zu gegebener Zeit mit einem Klick genauso diskret wieder loswerden könnt.

Für diejenigen von euch, die Lust auf solche Erfahrungen haben, gibt es neben Live-Sessions natürlich auch die Möglichkeit, sich ein individuelles Hypnose-mp3 anfertigen zu lassen, das euch in eine Lieblingsphantasie eintauchen lässt, die ihr dann immer wieder gemeinsam erleben könnt. Und wer flexibel bleiben möchte, wird an dem Doppel-mp3 “Rollenspiel in Wachtrance” großes Vergnügen haben. Diese Hypnose besteht aus zwei Teilen zum gemeinsamen Anhören: Der erste Teil lässt euch tief in ein beliebiges Wunsch-Szenario eintauchen, das ihr zuvor für euch gewählt habt. Der zweite Teil löst zum Ende des Spiels diese Rollen wieder auf und lässt euch bereichert in eure ursprünglichen Persönlichkeiten zurückkehren.

Wenn wir hier immer wieder von “Paaren” sprechen, ist das übrigens keineswegs auf die monogame heterosexuelle Zweierkiste beschränkt. Wir selbst sind Teil eines bunten Poly-Rudels und entspannt im Umgang mit dem großen Spektrum an Geschlechter-Identitäten und -Präferenzen innerhalb beliebig komplexer Beziehungskonstellationen.

Wie hat Hypnose deine Beziehung bereichert, oder was wünschst du dir in dieser Hinsicht? Schreib einen Kommentar!

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Abenteuerspielplatz Unterbewusstsein

Der kleine Raum ist komplett in einem satten Dunkelblau dekoriert. Am Boden ein weicher, kurzfloriger Teppich, der sich warm anfühlt und in dem meine Füße leicht einsinken, fast wie ein dicker Samt. Die Wände sind über und über mit Pfauenfedern bedeckt. Ein Kronleuchter mit dunkelblauen Kristallen ist mit seinen gedimmten Glühkerzen die einzige Lichtquelle. Es riecht schwach nach Patchouli. In einer Ecke steht eine Kommode mit einem Grammophon, das eine vergnügliche Melodie spielt, die Platte knackt und rauscht allerdings sehr. An einer Wand steht ein geschwungenes dunkelblaues Samtsofa. Wenn ich mich dort hinlege, kann ich bestimmt wunderbar schlafen … das sollte ich lieber nicht tun, wenn wir noch irgendetwas miteinander anstellen wollen. 🙂

An der Wand hängt ein Bild, eine Landschaft ganz in Dunkelblau. Nur dort an einem Berg ist offenbar ein Stollen, eine halb geöffnete Tür mit einem hellblauen Schein. Wenn ich mich ganz auf das Bild konzentriere, kann ich mich hineinversetzen … whoa, die Tür ist ein Portal! Ich soll da durchgehen? Ok …

Das Unterbewusste ist eine unerschöpfliche kreative Quelle. Jede Nacht im Traum erschafft es ganze surreale Welten und da jeder Mensch träumt, hat auch jeder Mensch das Potenzial, auf diese Kreativität zuzugreifen. Manchen ist eine ausgeprägte Gabe zu visualisieren in die Wiege gelegt, andere favorisieren andere Sinne – Geruch, Geschmack, Gehör, haptische Wahrnehmung. Eine schwach ausgeprägte Vorstellungskraft kann trainiert werden (mehr dazu am Ende dieses Artikels).

Eine hypnotische Trance macht es besonders einfach, kreativ zu assoziieren, da die rationalen Filter des Bewusstseins durchlässiger werden. Für den Hypnotiseur ist das wie ein interaktives “Point and Click-Adventure” im Kopf seines Hypnotisanden zu spielen – du gibst Hinweise, probierst Dinge aus, löst Rätsel und schaust, was das Unterbewusste deines Partners daraus macht. Eine ungeheuerlich spannende und intime gemeinsame Erfahrung.

Tipps und Tricks:

  • Gib vage Startpunkte vor, die dein Hypnotisand mit Leben füllen kann. Das Bild im einleitenden Text zum Beispiel entstand aus der Suggestion eines Farbraums, also eines Ortes, der ganz in einer bestimmten Farbe gehalten ist. Auch Ideen wie ein “Zauberspiegel”, durch den man wie Alice im Wunderland die Realität verlassen kann, die Suggestion eingeschlafen zu sein und einen Traum zu beginnen, ein Besuch in einem “Skurrilitätenmuseum”, die Vorstellung zu schrumpfen oder riesig zu werden beflügeln die Phantasie. Für erotische Settings eignen sich sich der Besuch im Pornokino, bei dem sich der Hypnotisand irgendwann plötzlich mitten im Film wiederfindet, ein virtueller Swingerclubbesuch, ein Raum, der im Lieblingsfetischmaterial eingerichtet ist, oder für Masochisten ein mittelalterliches Foltermuseum mit Exponaten zum Ausprobieren.
  • Wer über den Spaßfaktor hinaus nach Erkenntnis sucht, kann durch eine Reise durch die Wildnis zu einem weisen Eremiten, der Begegnung mit einem Krafttier oder einem Dialog mit dem inneren Kind Ressourcen aktivieren und Kontakt zu verschiedenen unterbewussten Persönlichkeitsanteilen aufnehmen. Habt dabei keine Scheu vor Archetypen und Klischees, auch wenn dir als Naturwissenschaftler deine “Schutzengel” möglicherwesie peinlich sind. 😉 Besprecht die Ziele solcher Trancereisen vorab und drängt niemanden zu innerer Arbeit, der daran (grundsätzlich, heute oder mit dir) kein Interesse hat. Hypnose kann, muss aber nicht ans Eingemachte gehen.
  • Wenn dein Hypnotisand seine inneren Bilder nicht beschreiben kann, weil er in der Trance nicht sprechen kann oder möchte, hilft meist die simple Suggestion “du kannst laut und deutlich sprechen”.
  • Nimm Widerstände ernst. Dein Hypnotisand kann auch unter Hypnose durchaus intime Details für sich behalten wollen, dort nachzubohren schwächt lediglich den Rapport. Solltet ihr euch in eine Sackgasse verlaufen haben, biete kreative Auswege an (“Schau doch mal, ob irgendwo im Fels ein Spalt ist, vielleicht befindet sich dort eine Geheimtür?”) ohne etwas zu erzwingen zu versuchen. Hier sind Fingerspitzengefühl und, ggf. auch erst nach der Hypnosesession, Feedback gefragt.
  • Sei darauf vorbereitet, dass bei deinem Hypnotisanden intensive Gefühle hochkommen können. Auch ganz ohne therapeutischen Anspruch können beim freien Assoziieren quasi aus Versehen Blockaden gelöst oder verdrängte Erinnerungen wieder ins Bewusstsein kommen. Ein sicherer Umgang mit Abreaktionen ist eine wichtige Grundlage für jeden Hypnotiseur.

Wem als Hypnotisand nicht spontan alle Sinneswahrnehmungen in Trance zufliegen, kann die Vorstellungskraft durch verschiedene Übungen stärken und verbessern. Einfache Erinnerungsübungen auch ohne Hypnose, wie einmal täglich die Augen zu schließen und in der Phantasie durch die eigene Wohnung zu gehen, die Fenster in einem bestimmten Raum zu zählen und Buchrücken im Regal zu “lesen”, oder den täglichen Weg zur Arbeit zu vor dem inneren Auge vorbeiziehen zu lassen trainieren das Gehirn darauf, die Wahrnehmung bewusst nach innen zu richten. Fragt dabei alle fünf Sinne ab (VAKOG: Visual, Auditory, Kinaesthetic, Olfactory, Gustatory; also Sehen, Hören, Spüren, Riechen, Schmecken).

Ein Trick, um die Kreatitivtät in Schwung zu bringen, wenn man “nichts” sieht, sind was-wäre-wenn-Fragen wie “wenn dort etwas wäre, welche Farbe hätte es?” oder die Aufforderung, einfach irgendetwas zu erfinden. Diese Fragen nehmen das Bewusstsein mit ins Boot und den Druck weg, dass alle kreativen Assoziationen “von allein” passieren müssten.

Noch ein letzter Tipp für die Hypnotiseure: Wenn etwas nicht auf Anhieb so klappt wie gedacht, arbeitet mit dem, was ihr von eurem Hypnotisanden bekommt. Versteift euch nicht auf ein bestimmtes Ergebnis.

Und beiden Seiten wünschen wir viel Spaß auf euren Reisen ins Selbst! 🙂

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Erotische Posthypnotische Trigger (PHT)

Auch wenn die Antwort auf die Frage “Was kann man denn mit Hypnose beim Sex so anstellen?” grundsätzlich “Alles!” lautet, sind etwas konkretere Inspirationen natürlich kein Schaden. 🙂 Daher hier eine kleine Ideensammlung, diesmal speziell für posthypnotische Trigger. (Was ist das? -> Hypnose-Glossar und Grundlagen: Hypnose und BDSM)

  • Sexuelle Erregung geankert auf Wort, Geste, Berührung, Geräusch, Musikstück, Geruch, Geschmack etc. … der Klassiker.
  • Gern in Verbindung mit wahlweise Peinlichkeit ob der “grundlosen” Erregung oder mit ausgeprägter Hemmungslosigkeit (Nymphomanie) und “scheissegal, was die Umwelt jetzt von mir denkt”-Gefühl
  • Orgasmus geankert auf … siehe oben. Besonders beliebt unter Vampir-Liebhabern ist der Orgasmus auf einen Halsbiss
  • Hypnotische Bondage (Bewegungslosigkeit) auf verbalen Befehl
  • Dito für hypnotischen Knebel (sehr praktisch für wilden Sex im Hotelzimmer)
  • Lebende Sexpuppe: Hypnotische Bondage als Grundlage, dann fremdgesteuerte Bewegung auf Befehl, Berührung oder Geste (“Marionette”)
  • Zwanghaftes Einnehmen definierter Positionen auf Befehl
  • Hypnotische Augenbinden (Lid-Katalepsie) sind was für Anfänger. 😉
  • Paniktrigger für Angst-Fetischisten
  • Erregungs-Abbruch (“Kalte Dusche”)
  • Hypnotischer Keuscheitsgürtel (“Kraftfeld”, das den Hypnotisanden davon abhält, sich im Genitalbereich anzufassen)
  • Sinnesreizverstärkung (hat was beim Dessert im Restaurant, oder auch zur Schmerzverstärkung, um mit weniger körperlichem Schaden einen großen Effekt zu erzielen)
  • Entspannungstrigger, gern genommen für AV und Deep Throat. Auch hilfreich beim Zahnarzt.
  • Verschiedene Formen von Subspace (Submissiver Headspace) geankert zu haben ist praktisch, wenn man aus irgendwelchen Gründen gerade nicht von allein reinkommt.
  • Einen dominanten Headpace (Topspace) kann man natürlich auch ankern. Kommt auch bei Geschäftsverhandlungen ganz gut.
  • “Unausweichlicher” Gehorsam (Hach! *g* )
  • Drogeneffekte, Rausch, Verwirrung
  • Asphyxie, Atemnot, Hyperventilation
  • Gefühl von Jucken/Kitzeln ausgelöst durch entsprechende Fingerbewegungen auf Entfernung
  • Zwanghaftes Verlangen nach Körperkontakt mit dem Menschen, der den Trigger auslöst (kann echt nach hinten losgehen, wenn der Getriggerte dominant ist und den Hypnotiseur daraufhin resolut an die Leine nimmt).
  • Ebenso zwanghaftes Verlangen, denjenigen zu küssen, zu umarmen und/oder auf der Stelle über ihn oder sie herzufallen (auch das hat manchmal ungeahnte Folgen … gut, wenn man dann unter Switchern spielt). Sollte besser nur in adäquater Umgebung ausgelöst werden.
  • Zwanghaftes Verlangen nach Selbstbefriedigung
  • Beliebige andere neurotisch-zwanghafte Verhaltensweisen. Hypnotische Phänomene unterscheiden sich, auch hirnphysiologisch messbar, von psychopathologischen Symptomen nur durch die Kontrollierbarkeit durch den Hypnotiseur! Wie wäre es zum Beispiel mit einem An-/Ausschalter für ein Tourette-Syndrom?
  • Reinduktions- oder Trance-Trigger. Nicht notwendigerweise erotisch, aber auch in diesem Kontext praktisch.
  • Geankerter Wohlfühlort, zum Erden nach emotional aufwühlenden Traumreisen
  • Direkte Stimulation des Belohnungszentrums, extatisches Glücksgefühl
  • Geruch oder Gefühl eines erregenden Fetisch-Materials, jederzeit und überall abrufbar
  • Diverse ressourcenmindernde Suggestionen – z.B. Ungeschicklichkeit, Dummheit (“Bimbofication”), Sprach- oder Bewegungsstörungen etc. für Erniedrigungsspiele
  • Ageplay (Regression), Genderplay (Verhaltensweisen des anderen Geschlechts), Petplay (“… und immer wenn du versuchst zu sprechen, merkst du, dass du nur noch bellen kannst wie ein Hund”) und andere Lieblingsrollen, auf Zuruf
  • Fokus auf das sexuelle Erleben, Verblassen von Ablenkungen
  • Wahlweise ein Rohrstockschlag oder auch ein Penetrationsstoß in einer zu wählenden Körperöffnung auf ein Händeklatschen … oder den Takt von Musik
  • “Globale Suggestion”: direkter Kontakt mit dem Unterbewusstsein des Hypnotisanden, z.B. durch Ansprache mit einem bestimmten Namen, um beliebige hypnotische Suggestionen im Alltag sofort umzusetzen
  • Bewusstlosigkeit, Black-out, Zeitsprung (Freeze oder totale Entspannung, kombiniert mit Wahrnehmungslosigkeit und Amnesie)
  • Für Mutige: Random-Trigger, um irgendeinen der bisher verankerten PHT zufällig auszulösen

Das alles lässt sich natürlich alternativ innerhalb einer (Wach-)Trance umsetzen, manchmal ist aber auch die Abkürzung des PHT, der ohne Vorbereitung immer und überall ausgelöst werden kann, ein zusätzlicher Kick.

Einige der genannten Trigger sind definitiv Spielzeuge für fortgeschritte Hypnotiseure und einander gut vertraute Spielpartner. Bitte beachtet wie immer die Kontaindikationen, lasst gesunden Menschenverstand walten (wie kriege ich jemanden wieder aus einer hypnotischen Bewusstlosigkeit, wenn er mich aufgrund meiner eigenen Suggestion nicht mehr hört?) und tastet euch langsam heran.

Wir freuen uns auf eure Ideen und Ergänzungen in den Kommentaren!

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Hypnose-Glossar

Abreaction Emotionaler Ausbruch, Absturz während der Hypnose
Amnesie Erinnerungslosigkeit, Gedächtnisverlust
Analgesie Schmerzausschaltung
Anästhesie Empfindungslosigkeit
Ankern Verknüpfen einer mentalen / emotionalen Antwort mit einem Auslöser (Trigger)
Blitzinduktion Hypnose-Einleitung, die ein Überraschungsmoment beinhaltet und die Schrecksekunde für einen Trance-Befehl (“Schlaf!”) nutzt.
Convincer Überzeuger; Technik, die den Hypnotisanden davon überzeugt, in Hypnose zu sein
Deepener Vertiefer; Technik der Trancevertiefung
Exduktion Herausführung; Technik zur Ausleitung aus der Trance
Hypnotisand Person, die hypnosiert wird (Patient, Klient, Proband, Bottom)
Hypnotiseur Person, die aktiv die Hypnose leitet
Induktion Hineinführung; Technik zur Einleitung einer Trance
Katalepsie Der Begriff beschreibt einen Zustand, in dem aktiv oder passiv eingenommene Körperhaltungen übermäßig lange und ohne subjektive Kraftanstrengung beibehalten werden.
Levitation “Schweben” von Körperteilen, z.B.: Arm hebt sich bei der Vorstellung, dass Luftballons daran gebunden sind.
Pacing “Mitgehen”, der Hypnotiseur gleicht seine Verhaltensweisen an die des Hypnotisanden an z.B. Atem, Sprache, Stimme, Körperhaltung, oder spiegelt diese. Dies schafft ein Vertrauensverhältnis.
Posthypnotischer
Trigger (PHT)
Auslöser, dem ein in Hypnose geankertes Gefühl, Zustand oder Reaktion unwillkürlich folgt.
Rapport Vertrauensvolle Beziehung zwischen Menschen (hier zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand), die von empathischer Aufmerksamkeit geprägt ist.
Regression Rückführung in kindliche Gefühle / Verhaltensweisen
REM Rapid Eye Movement; Schnelle Augenbewegung bei geschlossenen Lidern, wie sie im Traumschlaf auftritt
Somnambulismus Tiefer, schlafähnlicher Trancezustand (Hypnotisches Koma)
Suggestion Beeinflussen einer Vorstellung oder Empfindung durch Manipulation der Wahrnehmung, ohne dass die Manipulation bewusst wahrgenommen bzw. als fremd empfunden wird.
Utilisieren Nutzen von vorhandenen äusseren Einflüssen oder von Reaktionen des Hypnotisanden zu hypnotischen Zwecken (meist Trancevertiefung)
Wirksuggestion Kernsuggestion einer Hypnose-Session, z.B. Traumreise, therapeutische Inhalte, Ankern eines PHT etc. (Induktionen, Exduktionen, Deepener und Convincer sind keine Wirksuggestionen.)
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Literaturliste

Empfehlenswerte Hypnose-Bücher zum Einstieg, Selbststudium und Weiterbildung:

  • Bandler, Richard; Grinder, John: Die Struktur der Magie
  • Bandler, Richard; Grinder, John: Patterns (schwieriger)
  • Bandler, Richard; Grinder, John: Therapie in Trance. (Einsteigerbuch)
  • Erickson, Milton H.: versch. Werke (erstaunliche Menschenkenntnis)
  • James, Tad: Kompaktkurs Hypnose. Wie man Phänomene tiefer Trance hervorruft.
  • LeCron, Leslie M.: Selbsthypnose, Fremdhypnose
  • McGill, Ormond: The New Encyclopedia of Stage Hypnotism (auf englisch, sehr informativ)
  • Meinhold, Werner: Das große Handbuch der Hypnose.
  • Peter Masters, Peter: Look into my eyes (englisch, gutes Einsteigerbuch, Bezug zur Sexualität)
  • Tepperwein, Kurt: Die hohe Schule der Hypnose (eher historisch wertvoll)
  • Zeig, Jeffrey K. (Hrsg.): Meine Stimme begleitet sie überallhin – Ein Lehrseminar mit Milton H. Erickson. (Transcript eines Seminars und auführlicher Einblick in die Technik von Erickson)
  • Anthony Jacquin: Reality is Plastic (Kompaktes Grundlagen-Lehrbuch auf englisch mit Begleit-DVD. Moderner, schnörkellos-pragmatischer Ansatz zur Hypnose mit Fokus auf Unterhaltung, Straßen- und Blitzhypnose.)
  • Dirk Revenstorf, Peter Burkhard (Herausgeber): Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin: Manual für die Praxis (umfassendes Grundlagenwerk, auch für Nichtmediziner empfehlenswert und gut zu lesen)